Tausend Kilometer, zwei Grenzübergänge, vier Städte, drei Seen und ein ganzer Grabenbruch — der Roadtrip-Bericht der Tours-Abteilung von Everbased von der Kili Fair in Arusha, Tansania. Mit Uganda Day, dem Staub der Magereza Grounds und einem Fam Trip zu den Maasai, den man nicht vergisst.
Das jüngste Kapitel in unserer langen Reihe von Abenteuern hieß Kili Fair. Die Reisebranche ist fordernd — sie verlangt den Besuch von Messen und Ausstellungen in zermürbender Regelmäßigkeit, auf allen Ebenen: national, regional, kontinental und weltweit. Die Kili Fair, Tansanias wichtigste Reisemesse, war da keine Ausnahme.
Der lange Weg nach Arusha
Am zweiten Juni machte sich die gesamte Tours-Abteilung auf den Weg, das Ziel klar vor Augen: Arusha. Eine Strecke von tausend Kilometern — über zwei Landesgrenzen, durch vier Städte, vorbei an drei Seen und quer durch einen ganzen Grabenbruch — bezwingt man nicht an einem einzigen Tag. Es überraschte also niemanden, dass wir erst nach Einbruch der Dunkelheit am 3. Juni ankamen.
Nach der Ankunft bezogen wir unsere Zimmer — erschöpft, hungrig und mehr als nur ein bisschen genervt, denn die Fahrt war nicht ohne Zwischenstopps abgegangen, die eine Menge Zeit gekostet hatten. Doch obwohl die Kili Fair vom 4. bis zum 7. Juni angesetzt war, bedeutete unsere Buyer-Kategorie, dass wir den Eröffnungstag auslassen würden. Daraus wurde ein Ruhetag.
Wer zu so einer Messe kommt
Messen wie die Kili Fair ziehen drei Sorten von Menschen an — Aussteller, geladene Buyer und Fachbesucher:
- Aussteller bezahlen für Standflächen auf dem Messegelände, um dort ihre Produkte und ihr Unternehmen zu bewerben und zu zeigen.
- Buyer vertreten ihre Firmen und besuchen die Aussteller mit der klaren Absicht, Geschäfte zu machen — oft mit Terminen, die längst vor Messebeginn feststehen.
- Besucher erklären sich fast von selbst: Sie kommen vorbei, um zu schauen, wie es so läuft. Keine Termine, nur gute Laune — und selten ein Geschäft.
Der Abend der geladenen Buyer
Die Nacht des 4. Juni war reines Spektakel. Der Hosted Buyer's Evening, wie er genannt wurde, fand im Gran Melia Hotel in Arusha statt. Die Buyer holten ihre Badges und Tickets ab und genossen einen großartigen Abend mit Essen und Getränken. Der Abend endete früh — der nächste Tag gehörte dem Geschäft.
Staub, Standbau und der erste Geschäftstag
Die Kili Fair fand auf den Magereza Grounds in Olasiti statt, rund 10 km westlich des Stadtzentrums — relevant deshalb, weil wir während unserer Zeit in Arusha eben dort im Zentrum wohnten. Ein Tuk-Tuk kostete 10.000 TSh hin und zurück nach Kaloleni, und genau das wurde unser verlässliches Verkehrsmittel, bequem genug für zwei.
Tausend Kilometer — zwei Grenzübergänge, vier Städte, drei Seen und ein ganzer Grabenbruch. Arusha bekommt man nicht geschenkt.
Auf dem Gelände fielen uns sofort zwei Dinge auf. Erstens der enorme Aufwand beim Standbau — vor allem bei den Lodges, die sich große Mühe gegeben hatten, exakte Nachbauten ihrer Häuser zu errichten. Zweitens der Staub. Die vulkanischen Böden des Landes werden zu Puder, sobald sie zwei Wochen ohne Feuchtigkeit auskommen müssen. Füße und Schuhe färbten sich braun; Taschentücher und Feuchttücher machten Überstunden — und wir auch, denn wir nutzten jeden vereinbarten Termin bis zum Sonnenuntergang.
Tag eins endete mit einer Abendparty im Fun Retreat Resort in Njiro, im Süden von Arusha, wo uns eine Liveband mit Lingala und lokaler Musik unterhielt.
Uganda Day
Tag zwei kam, und mit ihm weitere Termine — aber es war auch Uganda Day auf der Messe. Also traten wir auf, triefend vor Tradition. Es gab traditionelle Tänze und einen Stand mit Cocktails, Rolex und Matooke, alles organisiert vom ugandischen Konsulat in Arusha. Der Erfolg war so groß, dass er am selben Abend in ein Dinner der ugandischen Aussteller mündete, ebenfalls vom Konsulat ausgerichtet, wieder im Gran Melia Hotel.
Ein Sonntag in Olasiti
Tag drei, ein Sonntag. Der Gottesdienst wurde gehalten — wir sangen *Utukuzwe ewe Baba Mungu, Utukuzwe* in unseren Herzen, während der Körper schon wieder in Olasiti war und am letzten Tag die Geschäfte abschloss, bevor es zurück nach Uganda ging.
Aber der Herr ist gütig, denn dem Verfasser dieser Zeilen wurde eine Einladung zu einem vollständig kostenfreien Fam Trip nördlich von Arusha überreicht, zu einer Lodge namens Osigili-Lai. Die Lodge bietet ein echtes, ursprüngliches Maasai-Erlebnis, in das ich drei ganze Tage lang eintauchte. Ann hingegen fuhr in den Tarangire-Nationalpark zu einer Ballonfahrt.
Die Rückfahrt
Alles in allem war unser Aufenthalt längst überfällig geworden, als ich am 11. Juni um drei Uhr morgens in Busia auftauchte. Ich bin ernsthaft überzeugt, dass wir kurz vor der Ausweisung standen — aber das werden wir wohl nie erfahren.
Karibu Kili Fair. Tansania, unvergesslich.
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Scenes from the Kili Fair exhibition floor
Meetings under the Arusha sun
Networking across the East African tourism trade
Wrapping up business before the road back to Uganda
Written by
Everbased Tours Department
Expert travel writer and safari guide with decades of experience exploring East African wildlife and cultures.
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